„Berlin-Total“ : Die etwas andere RTF !

Die Idee zur Teilnahme war bereits im August 2014 beschlossen. Damals in Aurich, bei der „Achter de Dieken“ Traditionsveranstaltung, lernte ich die Radsportler vom Schöneberger Radfahrer – Verein Iduna 1910 e.V. kennen. Sie erzählten mir ausführlich von ihrer jährlich im Mai stattfindenden „Berlin – Total“ RTF. Einer RTF im geschlossenenen Verband, Polizei gesichert, über gesperrte Straßen quer durch Berlin. Die Schilderung faszinierte mich. Da wollte ich auch mal dabei sein.
2015 passte es terminlich nicht. Da hatten wir Schwelmer selber unsere eigene RTF, aber in diesem Jahr, Samstag 07.05.2016, ist alles gut. Fünf Schwelmer Radsportler in Berlin: Wolfgang, Felix, Jonas, Lothar und ich. Wir haben alle ein Quartier in Berlin Schöneberg gefunden. Sehr praktisch, nur zehn Minuten mit dem Rad vom Startort „Friedrich-Ebert-Stadion“ in Tempelhof entfernt.
 
 
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Hier haben sich am Samstag 250 Radsportler versammelt und warten auf den Start um 11 Uhr. Sonnenschein und schon 20° C, ein Wetter gefühlt wie im Juli! Alles ist ganz entspannt. An den aufgebauten Ständen gibt es bereits Kaffee und Kuchen. Die Polizei ist mit 9 Motorrädern und 2 Streifenwagen vor Ort. Die Polizisten gönnen sich vorab auch noch einen Kaffee. Dann Aufstellung, letzte Instruktionen (zu dritt nebeneinander fahren) und los geht es.
 
 
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Zu Anfang etwas wuselig ordnet sich der Tross nach einigen hundert Metern dann doch zu einem geordneten geschlossenenen Verband. Vorne und hinten ein Streifenwagen, an der linken Flanke die Motorräder. Zusätzlich sind noch BDR Kontrollfahrer links unterwegs. Es geht in zügigem Tempo vorwärts. Immer um ca. 30 Km/h. Mal ewas mehr oder auch weniger. Wolfgang, Lothar und ich fahren nebeneinander. Felix und Jonas fahren im Tross etwas weiter hinten. Volle Konzentration ist schon gefordert. Man kann mit seinem Nebenmann sprechen, aber mal eben nach hinten schauen geht gar nicht.
Alle Straßen die wir befahren sind temporär komplett gesperrt. Bei Kreuzungen mit roten Ampeln will die Hand zu Anfang noch reflexartig zur Bremse greifen, doch nach einigen Kilometern ist der Schalter im Kopf dann doch eingerastet: Rot gilt nicht, kannst durchrauschen! Siegessäule, Tiergarten, Brandenburger Tor, am Straßenrand immer wieder Passanten, die applaudieren.
 
 
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Nach 45 Kilometern gibt es eine Verpflegungsstelle und 15 Minuten Pause. Dann weiter in den Osten bis Marzahn. Nach 75 Kilometern sind wir wieder im „Friedrich-Ebert-Stadion“ in Tempelhof. Die 1. Runde ist geschafft und 2 Punkte im Sack. Nach abermals 15 Minuten Pause geht es in die 2. Runde von nochmals 37 Kilometern. Dieser „Nachschlag“ kann noch mit einigen Highlights punkten: Funkturm, Schloß Charlottenburg, Gedächniskirche und Kudamm. Alles auf dem Programm.
Solche Strecken werden doch sonst nur für Profis gesperrt. Schon ein besonderes Feeling für einen gemeinen Touristikfahrer. Nach insgesamt 112 Kilometern ist alles vorbei. Unfallfrei! So schnell ging gefühlt noch keine RTF zu Ende. Noch einen Kaffee und ein Stück Rhabarberkuchen genießen. Etwas klönen mit den Jungs von Iduna.
Und natürlich loben!!! Habt ihr Super gemacht, die 38. „Berlin-Total“ RTF wird uns in sehr guter Erinnerung bleiben.

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