Rothaus Riderman in Bad Dürrheim
 
Unverhofft bekam ich im August das Angebot beim Rothaus Riderman in Bad Dürrheim für das Team Rose Münsterland als Gastfahrer zu starten. Da konnte ich nicht nein sagen. Ein ganzes Rennwochenende bestehend aus einem Einzelzeitfahren am Freitag, einem 110 Km Kurs am Samstag mit 1700 Höhenmetern und abschließenden 87 Km am Sonntag mit etwa 1000 Höhenmetern. Die Ergebnisse werden zu einer Gesamtwertung zusammengefasst und es gibt es sogar eine Bergwertung und verschiedene Leadertrikots für die Führenden in den Wertungen und Altersklassen. Das wird dem Motto „Ride like a pro“ auf jeden Fall gerecht. Bei meiner Teilnahme an der Veranstaltung vom 23. – 25. September sollte sich dieser Eindruck mehr als bestätigen.
Mein besonderer Dank gilt Christopher Post vom Team Rose Münsterland, der diese Teilnahme überhaupt erst ermöglicht hatte. Außerdem organisierte er den Bike-Transport und nahm mich netterweise mit in den Süden.
Mein erstes Zeitfahren überhaupt verlief gut. Ich war ohne jede Erwartung an die Sache herangetreten, da ich wusste, dass hier ein unglaublich starkes Fahrerfeld am Start war. Ohne Zeitfahrrad, Lenkeraufsatz oder Aerohelm ordnete ich mich mittig im Fahrerfeld ein, was einen Startplatz in Startblock C bedeutete. Nach der abendlichen Pizza ging es zum Schlafen um für den nächsten Tag fit zu sein.
 
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Der Samstag verlief wirklich gut. Ich konnte schnell einige Plätze gut machen, aber dann standen wir plötzlich vor einer geschlossenen Schranke und mussten den Zug durchlassen. Danach waren die die vorderen Gruppen natürlich weg. Allerdings konnte ich mich aufgrund des Streckenprofils, das mir sehr lag, doch noch um einiges nach vorn arbeiten. Gerade auf den längeren Anstiegen konnte ich meine Stärken besser nutzen und finishte mit 3 Stunden 13 Minuten. Durch dieses mehr als zufrieden stellende Ergebnis rutschte ich für den nächsten Tag in Startblock B. Die anderen Fahrer des Rose Team Münsterland erzielten gute Leistungen, auch wenn es viele Reifenpannen und einen Sturz gab, der aber im Nachhinein betrachtet relativ glimpflich ablief.
Am Sonntag lief es auch gut, auch wenn ich ganz klar sagen muss, dass das Profil dieser Etappe mir nicht ganz so entgegenkam. Die Anstiege waren für meinen Geschmack nicht lang genug und in den Abfahrten und Flachstücken formten sich sehr große Gruppen, so dass die Renngeschwindigkeit die ganze Zeit sehr hoch blieb. Da mir im Rennbereich eindeutig Erfahrung fehlt, fiel es mir schwer mich im Feld zu bewegen und deshalb fuhr ich oft sehr unökonomisch was den Spaß an der ganzen Geschichte aber auf keinen Fall getrübt hat.
Am Ende kam ich in der Gesamtwertung auf Platz 209 von 590 Finishern, womit ich wirklich sehr zufrieden bin. Insgesamt war diese Veranstaltung absolut professionell organisiert und bot eine rundum tolle Atmosphäre. Ich kann die Teilnahme nur dringend jedem weiterempfehlen, der im Jedermannbereich gern Rennen fährt und sich mal an einer mehrtägigen Veranstaltung ausprobieren möchte. Mit dem Wetter hatten wir unglaubliches Glück und landschaftlich waren die Strecken natürlich auch wirklich toll, wenn man denn mal einen Blick nach links und rechte werfen konnte. Für mich war es eine tolle Erfahrung und einfach mal was komplatt anderes als die Marathonstrecken, die ich sonst in Angriff nehme.
 
Meine Ergebnisse:
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Euer Alex