WWBT Soest

Mein Sonntagmorgen läuft mit der gleichen Routine wie die letzten Male: Aufstehen, waschen, frühstücken, Radklamotten anziehen, Flaschen füllen etc.

Dann das Rad ins Auto legen…war wohl nichts. Der Öffner für die Heckklappe ist eingefroren. Kein Wunder, es sind ja Minus 4°. Leider ist es nicht mechanisch wie früher, heutzutage sind die Kofferraumklappenöffner elektrisch. Ich hole also den Heißluftfön und stelle ihn auf einen Schlitten, der mir als Erhöhung dient und richte ihn auf das Schloss und warte ab. Das kann dauern...

Es geht dann doch schneller als gedacht – auf nach Soest. Das Navi zeigt eine Strecke von 69km an, A1, A44 und ein kleines Stück B516. Der Abzweiger nach Günne (das ist der Startort) ist natürlich gesperrt, im Ort wird die Straße erneuert. Es gibt eine ausgeschilderte Umleitung der ich folge und stressfrei den Start finde. Da mittlerweile die Sonne vom blauen Himmel scheint, parke ich das schwarze Auto mit der Klappe zur Sonne, auf eine eingefrorene Klappe habe ich nach der Runde bestimmt keine Lust. Kurz ´Scan & Bike´ angemeldet, den obligatorischen Kaffee geholt zurück zum Auto, das Rad fertigmachen. Der Start erfolgt früher als angekündigt, ich kann um 9:30 schon auf die – wie gewohnt – gut ausgeschilderte Strecke.

Auch hier in Soest gab es keine Genehmigung zum befahren der Waldwege, wir fahren eine Alternativstrecke ohne Wald. Es geht erst einmal weg vom Möhnesee, nach 10km bin ich schon an der ersten Kontrolle. Hier halte ich mich nicht lange auf, nur Stempel holen und weiter. Es geht zurück zum See, entlang der Möhne, auf dem Radweg. Es ist noch nicht viel los und der Radweg lässt sich ganz gut fahren. Am Seeufer wird es dann zusehends voller, es ist ja auch prächtigstes Wetter. Bei km 27 komme ich an die zweite Kontrolle, welche auch die 3. und 4. Stempelstelle sein wird. Es gibt warmen Tee, warme Brühe, Waffeln, Schmalzbrot, Schokokuchen etc.

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Nach der Kontrolle geht es über die Seebrücke auf den Radweg am gegenüberliegenden Ufer. Mittlerweile macht der Radweg keinen Spaß mehr, ich fahre lieber auf der Straße. Nach ca. 6km geht es wieder über eine Brücke auf die mir ja schon bekannte Seite des Möhnesees und zurück zur Kontrollstelle. Stempeln, Tee trinken, Waffeln essen und weiter. Ich möchte die große Schleife fahren, dafür werde ich mit einer schönen Steigung belohnt. Dann geht es auf gut ausgebauten Wirtschaftswegen runter ins Tal, die Sonne scheint, ich genieße die Abfahrt und verpasse den Abbieger. Das fällt mir aber erst auf nachdem ich den nächsten Anstieg hinter mir habe. Ich habe keine Lust umzudrehen, also fahre ich ein paar Extrakilometer bis ich wieder auf die Strecke treffe.

Kurz darauf geht es über den Pengel-Anton-Radweg, die ehemalige Bahntrasse Soest – Belecke. Kurz darauf bin ich ein drittes Mal an der Kontrolle - Stempeln, Tee trinken, Waffeln essen. So viele Kalorien verbraucht man auf der Strecke gar nicht. Dann geht es wieder die wunderbare Steigung rauf, auf halber Höhe ist der Abzweiger zum Ziel. Auf dem Weg zum Ziel gibt es tatsächlich ein leicht matschiges Stück für den Alibischmutz am Rad, das Wetter war Oberklasse. Nachdem ich mir den fünften Stempel in die WWBT Wertungskarte habe eintragen lassen mache ich mich auf den Weg zurück zum Auto. Nächste Woche ist WWBT-Zeit in Neuenrade, anscheinend gibt es dort eine Genehmigung für die geplanten Strecken. Ich bin gespannt.

Jens